Städte und Kommunen wollen kein Tempolimit 30

Wer ist eigentlich noch für das Tempolimit 30 innerorts? Inzwischen gibt es immer mehr Gegenstimmen: So hat der Deutsche Städtetag jetzt sein Missfallen geäußert.

Wird Tempo 30 bald die innerortliche Regelgeschwindigkeit sein? Foto: © tommyS /pixelio.de

„Der Deutsche Städtetag hält Tempo 30 auf allen Straßen in den Städten nicht für sinnvoll“, sagte der Städtetag-Präsident und Münchner Oberbürgermeister Christian Ude der Zeitung „Die Welt“.

Zwar glaubt man schon, dass ein Tempolimit die Verkehrssicherheit erhöhe, sowie zu einer leiseren und emissionsärmeren Mobilität führe – dies gelte aber nur für Wohngebiete. Außerdem sollten die Städte selbst darüber entscheiden können, so Ude weiter.

Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund ist gegen ein generelles Tempolimit. Hier argumentiert man zusätzlich mit einer „Gängelung der Kommunen“ und einem hohen bürokratischen Aufwand und Personalmangel. Außerdem befürchte man eher eine erhöhte Umweltbelastung, weil vermehrt Staus entstehen könnten.

Wenn es nach SPD und Grüne geht, soll innerorts das Tempolimit auf 30 herabgesetzt werden – zur Freude von Umweltverbänden, zum Leid von Autofahrern.

Verkehrsvereinigungen wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßen den Vorschlag – im Gegensatz zum ADAC. Dem Allgemeinen Deutschen Automobilclub zufolge, würden Autofahrer das Tempolimit 30 nicht akzeptieren. Außerdem würde es sich bei einer geringeren Geschwindigkeit lediglich um eine Scheinsicherheit handeln, sagte ein Sprecher.

Aus dem Verkehrsministerium kommen ebenfalls kritische Worte. Der Welt am Sonntag zufolge hat Verkehrsminister Peter Ramsauer sich vehement gegen ein generelles Tempolimit ausgesprochen.

Quelle: heise.de

 

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